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Zum wöchentlichen Dienstbeginn alarmierte die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle in Stendal die Osterburger Wehr mit dem Stichwort "Auslösung der Brandmeldeanlage im Kreisheimatmuseum". Da die Anfahrt über die Breite Straße wegen der gegenwärtigen Baustelle nicht möglich war, musste schnell umgedacht und neue Aufstellflächen für die Fahrzeuge gefunden werden. Vor dem Museum warteten bereits der Leiter der Kreisheimatmuseums Herr Hoche, der Brandschutzbeauftragte des Landkreises Stendal Herr Kricheldorf und der Hausmeister auf die Feuerwehr. Da dieses Objekt mit seinen kulturellen Werten und der sehr alten Bausubstanz in eine besondere Kategorie der schutzbedürftigen Gebäude der Feuerwehr fällt, sind hier regelmäßig Begehungen bzw. Einsatzübungen durchzuführen. Und auch diese Ausbildung wurde schon längere Zeit von den Verantwortlichen vorbereitet.
Nach der Aufstellung der Fahrzeuge und dem Erteilen der Vorbefehle begab sich der Einsatzleiter Kamerad Herms mit mehreren Trupps unter schwerem Atemschutz zur Brandmeldezentrale, um die Ursache des Alarms festzustellen. Es hatten mehrere Rauchmelder im Erdgeschoss ausgelöst und den Alarm an die Leitstelle gemeldet. Beim vorsichtigen Öffnen der Tür zum vermuteten Brandraum kam den Kameraden dicker Nebel entgegen, denn in der Vorbereitung zur Übung wurde in diesem Raum eine Nebelmaschine aufgestellt. Nach dem Öffnen der Fenster wurde der Nebel mit dem Hochleistungslüfter ins Freie geschafft. Anhand von speziellen Laufkarten galt es nun im Gebäude die verschieden Rauchmelder, die ausgelöst hatten, zu finden. Die Schwierigkeiten bestanden hier im Umgang mit dem Kartenmaterial, dem Zurechfinden im verwinkelten Gebäude und in der Verwendung von schwerem Atemschutz und gesamter Schutzausrüstung. In der Zwischenzeit wurde durch weitere Einsatzkräfte die Drehleiter in Stellung gebracht, eine Wasserversorgung über Hydranten aufgebaut, tragbare Leitern im Innenhof aufgestellt und von der Rückseite ein Löschangriff durchgeführt. Gegen 21:15 Uhr war die Ausbildung beendet. Die Aufgaben wurden von den Kameraden erfolgreich absolviert. Mit Blick auf die Übung resümierte Wehrleiter Sven Engel: "Es konnten gemeinsam Anregungen zur Verbesserung des Brandschutzes des Gebäudes erfasst werden. In den folgenden Monaten ist in Ausbildungen und Einsätzen immer wieder besonderes Augenmerk auf die Sperrung in der Breiten Straße zu legen."
Starke Verqualmung aufgrund des Brandes im Erdgeschoss.
Arbeiten mit den Laufkarten, in denen unter anderem Rauchmelder und Fluchtwege verzeichnet sind.
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